plattenspieler

Pro-Ject  -  Debut II

Ein guter Einstiegsdreher wie sich zeigen sollte. Aufgebaut ist er ähnlich wie die einfachen  rega  Plattenspieler, das System ist ein  Ortofon OMB 5E. Er ist wie fast alle  Pro-Ject  Plattenspieler äußerst minimalistisch, heißt man müsste zur Geschwindigkeitsumstellung den Plattenteller abnehmen und den Antriebsriemen am Pully umlegen. Nun wer ausschließlich LPs hört hat das Problem natürlich nicht. Er hat eine fest angebaute Acrylabdeckung was natürlich sehr praktisch ist und nicht gleich noch mal ins Geld schlägt wie bei meinem anderen Plattenspielern.

 

Da ich ihn für um die 100€ ersteigert hatte war klar das hier kein High End zu holen war, leider war beim Transport durch die Post das Gehäuse des Steckernetzteils gebrochen, dieses musste ich dann kleben.

 

Des weiteren benötigte ich einen Phonovorverstärker da heute kaum noch ein Verstärker einen MM/MC Phono Eingang besitz. Meine Wahl viel bei Thomann auf den  Art DJ Pre II Phono Preamp für etwa 55€, der gute Bewertungen hatte und einige Einstellmöglichkeiten bot.

 

Er ist nun der Einstiegsplattenspieler meines Sohnes geworden und ich bin gespannt wann die Sucht ihn packt und er dort gegen einen besseren weichen muss.



Pro-Ject  -  RPM 1.3 Genie

Mein nächster Plattenspieler sollte der  Pro-Ject RPM 1.3 Genie  in weiß werden. Hier war bei Ebay ein solcher Dreher schon mit dem Upgrade des dicken Acryltellers, das schwarze Acryl Plattengewicht  und das verbaute  Ortofon 2m Red  sollte erst einige Stunden gespielt haben. Nun mal ehrlich er sieht schon extrem stylish aus und zu dem erweckt er ja auch bei nicht Sachkundigen den Eindruck man hätte es hier mit einem Masselaufwerk zu tun. Nein ehrlich ich habe ihn geliebt. Wie alle Pro-Ject Plattenspieler ist auch dieser recht einfach aufgebaut und der Gummiriemen läuft perfekt über den separaten Antriebmotor. Der Klang des Systems ist ohne Frage top, aber trotz all dem ist der kleine  1.3 Genie  noch nicht das Mass aller Dinge, die Geschwindigkeit lässt sich nicht justieren wie bei hochwertigeren Plattenspielern. Eine Gleichlaufmessung via Smartphone App zeigte minimale Abweichungen und sowas zerrt natürlich am Ego, zu mal er so in Neu kaum 400€ kostet. Meiner hatte mich mit allen Extras bei Ebay knappe 250€ gebraucht gekostet.

 

Eigentlich wollte ich ihn gerade mit einem  Ortofon 2m Blue  System, das ich auch gebraucht gekauft hatte aufrüsten, da kam mir mein Traumdreher dazwischen. Bei Ebay wurde ein leicht defekter  Scheu - Cello  angeboten ohne System. Naja was soll ich sagen - ich habe ihn mir geschnappt und dann musste mich der kleine weiße wieder verlassen.

 

By the way - ich mochte ihn um so mehr als ich ihn in der amerikanischen TV Serie - Suites - entdeckte, wo einige mal perfekt in Szene gesetzt wurde ;-)



Scheu  -  Cello

Das ist er nun mein  Scheu - Cello  Plattenspieler. Über die invertierten Lager der Scheu Plattenspieler muss man nichts sagen, ich denke es gibt kaum etwas besseres, um so schöner das selbst das Einstiegsmodell genau dieses Lager besitzt. Der Cello ist ein echtes Masselaufwerk mit Acrylteller und Geschwindigkeitsgeregeltem Antriebsmotor der via Schalter beide Geschwindigkeiten zu lässt. Der Tonarm ist ein von Scheu modifizierter rega 250. Bei mir läuft er mit einem  Ortofon 2m Blue  was aber bald schon gegen ein  2m Black  getauscht wird. Nun ich stehe auf hochwertiges HiFi aus Germany und Scheu fertigt natürlich auch hier. Der Kontakt zur Firma ist hervorragend und alle Ersatzteile sind natürlich einzeln Nachbestellbar, was will man mehr. Mein Cello hatte schon einiges hinter sich als er bei mir eintraf, nicht das vorher schon einiges im argen war, so hatte die schlechte Verpackung des Verkäufers ihm dann auch gleich nochmal den Rest gegeben.

 

Memo an mich selbst, niemals wieder Plattenspieler per Paketdienst verschicken, das lesen von Aufklebern wie "nicht werfen" oder "zerbrechlich" liest dort keine Sau.

 

Nun aber darum ging es mir ja, in den Laden gehen und für den blanken Cello mal eben 1200€ auf den Tisch legen war für mich gerade nicht drin und ich habe nach einigen Nachverhandlungen dann auch gleich mal viel weiniger als die Hälfte des Neupreises für meinen Traumplattenspieler bezahlt.

 

Was war alles kaputt gegangen? Alle Gummidichtungen die den Antriebsmotor und den vorderen Standfuß halten waren nicht mehr zu gebrauchen und mussten ausgetauscht werden. Der hintere Standfuß war verbogen, so das ich ihn gar nicht hätte ausbauen können. Dies hat mich am meisten Schweiß gekostet das ganze zurück zu biegen ohne den kostbaren Acrylrahmen dabei in Mitleidenschaft zu ziehen. Nach dem die Edelstahlschraube sich ausdrehen ließ, habe ich sie auf einer Richtplatte wieder begradigt. Des weiteren zeigte der Teller eine leichte Unwucht, die aber durch das Austauschen der Bronzebuchse die den schweren Acrylteller hält behoben werden konnte. Gott sei Dank hatte der Tonarm nichts abbekommen und so ist der Cello nun mein ein und alles und spielt so wie man es von einem Scheu erwartet - high end'ig  ;-)

 

Leider fehlte mir nun natürlich eine passende Acrylabdeckhaube und die originale von Scheu kostet leider 265€ und da musste ich mir erst einmal anders behelfen. Mein absoluter Geheimtipp ist die Internet Firma  sora.de  hier kann man zusammenbaubare Acrylglashauben nach eigenen Massen bestellen und bekommt diese in Einzelteilen per Post zugeschickt. Meine Haube hat mich inklusive Porto keine 50€ gekostet und ich muss sagen ich bin extrem zufrieden damit.

 

Das original Plattengewicht von Scheu ist natürlich ein Pflichtteil das man haben muss. Neu kostet es knapp unter 100€ und ich hätte es mir natürlich auch direkt gekauft, wenn mir bei einer nächtlichen Ebay Suche nicht genau so ein Plattengewicht am anderen Ende der Welt in Taiwan ins Auge gesprungen wäre. Nun nach einigen Wochen bangen warten, kam es originalverpackt und völlig unbeschadet bei mir an und ich kann hier verraten - es hat weniger als die Hälfte gekostet  ;-)  und nein ich bin kein Schnäppchenjäger - ich suche halt nur gerne auch mal bei Ebay weltweit ...

 

Die richtige Basis auf der dieser Plattenspieler steht ist bei mir eine gut 4 Kg schwere Schieferplatte die ich auch bei Ebay gekauft habe. Im Gegensatz zu extrem teuren Gerätebasen ist meine Schieferplatte nur via einer Unterlage aus Trittschalldämmung von der einstellbaren Holzplatte des Racks entkoppelt. Ich muss sagen das funktioniert perfekt und die auf Mass geschnittene Schieferplatte hat mich inklusive Porto nur 48€ gekostet. Da ich nicht weiß ob der Steinmetz von dem ich sie habe regelmäßig bei Ebay anbietet, einfach mal nach Schiefer + Gerätebasis suchen.