Worum geht es ?

Wenn HiFi zum Hobby wird dann gibt es zwei Wege um zum besten Klang zu kommen .

 

Der erste ist - man hat Geld im Überfluß und keine anderen Hobbys  ;-)

 

Der zweite ist - man kauft sich Gebrauchtes oder Kaputtes um es in eigener Arbeit zum klingen zu bringen.

 

Ich bin wohl eher der Anhänger des zweiten Weges und damit sind meine Projekte vielleicht eine Inspiration oder Anregung für andere?

 

Also viel Spaß bei lesen ...


Und hast Du kein Spielgeld - mach das Beste drauß.



Was ist der beste Klang ?

Nichts ist so unterschiedlich wie das eigene Verständnis was der beste Klang ist. Wer sich die Zeit nimmt um Musik zu hören, der wird sicher auch anfangen diese zu analysieren. Es sind auf mal die Kleinigkeiten die den Klang so einzigartig, so besonders machen. Auf der Suche nach dem MEHR an diesen Kleinigkeiten kommt man unweigerlich in die Spirale des aufrüstens an hochwertiger Technik.

Das nennt man dann glaube ich - HIGH END ;-)

 

Wer sich diesem Thema unbefangen annehmen will, sollte einfach mal seine Lieblingstitle in aller Ruhe mit einem guten Kopfhörer anhören. Hier macht sich dieser Effekt am besten mit schon bestehender Technik bemerkbar. Man hört auf einmal MEHR.

 

Mein Wiedereinstieg in dieses Hobby war der Wunsch die digitale Musiksammlung der letzten Jahre via PC in einer besseren Qualität abzuspielen. Hier war es die ASUS Xonar Essence STX  Soundkarte, die ich mir auf Grund der wahnsinnig vielen positiven Bewertungen gebraucht bei Ebay ersteigert habe. Sie besitzt nicht nur einen DAC mit 192kHz/24bit upsampling sondern auch einen hervorrangenden integrierten Kopfhörerverstärker der auch 600 Ohm Kopfhörer treiben kann. Nun die Unzulänglichkeit des digitalen Materials wird auf diese Weise auch auf einmal hörbar. Es mussten also bessere Files in high quality lossless FLAC her. Und dann war da diese Möglichkeit die OP-Amps zu tauschen gegen vermeindlich bessere durch Wechselsockel auf der Soundkarte. Hier ein Tip an alle die jetzt schon vom Fieber gepackt sind - VORSICHT - Du befindest Dich jetzt schon in der Rüstungsspirale.

 

An alle die jetzt finden Sie sind falsch auf dieser Seite - keine Panik - mein Weg war lang und beschwerlich und führte natürlich unweigerlich zum schwarzen Gold - der analogen Vinyl Schallplatte - zurück ...


Die ständige Suche nach dem MEHR.



Bei Musik & Essen heißt es Geschmack

Wie finde ich meinen eigenen Geschmack, natürlich wie beim Essen auch durch ständiges ausprobieren. Das gilt nicht nur für die Musik Richtung und was einem so gefällt, sondern auch gerade für das wie es klingen sollte. Wer viel probiert kann am besten beurteilen was einem zusagt und was nicht. Es gilt den eigenen Geschmack zu finden, Hausmannskost oder Haute Cusine oder doch irgendwas dazwischen?

 

Natürlich kann man sich die Sache auch richtig einfach machen. Man lässt einfach "andere" entscheiden was gut ist und was nicht. Das gilt für die vielen Meinungen im Internet, in den Foren und Bewertungen oder die der vielen Fachleute in den High-End-Tempeln und Messen oder den unzähligen Fachzeitschriften. Den vielen Freunden und Bekannten die ihre enormen geldlichen Ausgaben in Musik Anlagen immer mit dem Hinweis bemerken, man habe ja schließlich nur das Beste ...

 

Aber am besten ist man hört auf sich selbst - vor allem für sich selbst ...


Es gilt den eigenen Geschmack zu finden ...



Was ist das richtige Material ?

Ganz klar es liegt am Ausgangsmaterial was hinten aus den Boxen kommt. Ein MP3-File ist und bleibt etwas komprimiert Beschnittenens damit er nicht zu viel Speicherplatz belegt und eine audiophile Schallplatte benötigt eine gute Kette um ihr Potential zu zeigen. Aber egal ob man sich nun für die digitale Version von audiophilen Musikstücken entscheidet, wie etwa High Resolution Files in 192kHz/24bit upsampling oder ob es das analoge Kronjuwel in 180g Vinyl ist, die Aufnahme muss schon bei der Entstehung vom feinsten sein. So kommt man unweigerlich auf der Suche nach dem MEHR - immer wieder auf eine völlig andere Musik als den überall quakenden Mainstream. Mein erstes Erlebnis dieser Art war tatsächlich die Zeitschrift AUDIO, die neben hochwertiger Technik im Heft immer auf ein paar Seiten die neusten Musikveröffentlichungen bewertet von 0 bis maximal 5 Ohren. Hier kann man sich am Anfang ahnungslos bestens orientieren und ich muss gestehen das ich von alleine niemals den ein oder anderen Künstler gehört hätte von dem ich nun Fan bin. Getreu dem Motto - weniger ist manchmal mehr - sind es nun gerade die Stücke mit wenig Instrumenten und den feinen Stimmen die es mir beim gediegenen Musik hören angetan haben.

 

Einen Tipp möchte ich an dieser Stelle unbedingt los werden und zwar ist es ausnahmsweise eine CD - Nils Lofgren - Acoustic Live. Wer jemals auf einer guten Anlage das Stück "Keith don't go" gehört hat weiß was ich meine. Natürlich hat die High End Gemeinde nach einer Vinyl Auflage geschrien und so gibt es hier in Deutschland vereinzelt mal Angebote der besagten Scheibe als Doppel-LP für um die 100€.

 

Ansonsten wem Songwriter und  Gitarrenmusik gefällt dem kann ich alles vom Platten Label Stockfisch wärmstens empfehlen, klanglich hochwertiger geht es kaum noch meiner Meinung nach. Ich besitze schon ein paar LPs und werde mir sicherlich noch weitere gönnen.


Nicht jede Musik ist auch automatisch - Audiophile



Wie beschreibt man KLANG ?

Wer sich in dieses Hobby begibt wird sehr schnell völlig neue Wort Kreationen lesen. Da gibt es Begriffe wie "große Bühne" oder "bei voller Durchzeichnung erklingen" oder "frappierend differenziert aufgelöst" oder "phänomenal durchsichtiges Klangbild". Da gibt es scheinbar keine Grenzen und schon gar nicht ein Ende in Sicht. Einige dieser Begriffe sind dann auch mehr oder weniger Standard geworden und könne selbst von mir in bestimmten Zusammenhängen nach voll zogen werden, während viele andere wohl eher besser nicht  mit den Begriffen KLANG und MUSIK im Kontext benutzt werden sollten  ;-)


So viele Worte für das MEHR ?