Verstärker

rega  -  ear          (altes Modell)


Das so ziemlich erste Teil was ich mir bei meinem Wiedereinstieg gekauft habe war der  rega - ear  Kopfhörerverstärker (KHV) und natürlich bin ich meiner änfänglichen Euphorie treu geblieben, es musste was audiophiles aus England sein. Neu hatte der kleine mal knapp 300€ im Laden gekostet und ja natürlich ein Schnapp bei Ebay.

 

Der kleine KHV ist klanglich ganz klar ein echter High End'er. Zwar hat sich mein Geschmack jetzt geändert und ich höre eigentlich nur noch Röhre, aber zu seinem Zeitpunkt war der rega ganz großes Kino. Dazu muss man wissen das diese kleinen Dinger ganz klar eine Daseinsberechtigung haben. Kein einziger in Verstärker schon verbauter Kopfhöreranschluss ist in der Lage das zu liefern was ein echter Kopfhörerverstärker kann.

 

Nun ich würde ihn heute ganz klar als sehr analytisch bewerten, der Klang ist auch bei einem 600 Ohm Kopfhörer noch ausreichend laut aber schon ziemlich am Verstärker Ende was die Lautstärke betrifft.

 

Ich würde jedem der gerne mit Kopfhörer Musik hört diesen kleinen Verstärker empfehlen. Da ich wie gesagt dann auf Röhre umgestiegen bin, ist meiner dann auch gleich mal samt dem Netzteil das ich extra noch dafür gebaut hatte, bei Ebay wieder unter den Hammer gekommen.

 

Der Nachfolger des rega -ear heißt jetzt rega - ear R.

 

 



Little Dot - MK III.


An dieser Stelle muss ich mal eine Lanze brechen für "gute" HiFi Geräte die aus China kommen. Sicher ist sehr viel Mühl auf dem Markt - aber manchmal eben - da schwimmt in dieser riesigen Masse auch etwas wirklich Gutes ;-)  Gut über die Wahl des Firmennamen kann man streiten, nach High-End hört sich das echt nicht an - aber das ist auch das einzige was an diesem KHV nicht gut ist. 

 

Wie sollte es anders sein bin ich bei Ebay über den KHV gestolpert bei einer einfachen Pauschalsuche nach Röhrenverstärkern. Als ich dann aber vor dem bieten mich im Netz schlau gemacht hatte über diesen Verstärker, wollte ich ihn unbedingt haben. Gerade auf amerikanischen Seiten war viel von Ihm zu lesen und der unendlichen Möglichkeit des "Tube rolling" und das war genau mein Ding.

 

Klanglich war der Little Dot - MK III schon mal in der Bestückung mit den einfachen chinesischen Röhren ein Gedicht wie ich fand. Da war sie nun endlich die viel beschworene Wärme im Sound die ich so vermisst hatte. Erst viel später bin ich an eine originale englische Bedienungsanleitung gekommen, woraus hervor geht das via DIP-Schalter die Kopfhörerimpedanz an den Verstärker angepasst werden kann, klasse Sache wie ich finde und auch nicht Standard bei solch günstigen KHV ist. Da er meinen 600 Ohm Beyer perfekt versorgt was die Lautstärke betrifft, war der rega - ear schon nach wenigen Tagen aussortiert. Aber die Offenbarung sollte noch kommen, nach dem ich mich dann für einen ganzen NOS Satz "matched Tubes" - also extra ausgemessene Röhren für rechten und linken Kanal die von den Messwerten exakt zueinander passen - [ 2x Vorstufenröhren 6ZH1P-EV und 2x Leistungsröhren 6N6P-i ] aus Russland entschieden hatte. Okay sowas bei Ebay zu ordern ist riskant, aber ich hatte das Riesenglück bei einem echten russischen Fachmann zu landen. Nach gut zwei Wochen waren die Röhren sehr gut verpackt bei mir angekommen. Also alte raus - neue rein  und schnell noch die richtigen Jumper auf der Unterseite gesetzt zur perfekten Anpassung. Der Klang war der Hammer und diesen Abend spielte ich alles an Musik rauf und runter voller Begeisterung. So euphorisch war klar ich musste mich sofort per Email beim russischen Verkäufer bedanken ...

 

Dieser schrieb mir dann auch gleich am nächsten Tag zurück ;-) 

Original Antwort: " Er könne meine Begeisterung überhaupt nicht verstehen? Da die neuen Röhren ja noch eine Einspielzeit von mindestens 150 Stunden benötigen um ihren vollen Klang zu entfalten! - (Memo an mich selbst - man lernt ja nie aus  ;-)

 

Das Gute spricht für sich selbst, die verschiedenen Varianten des Little Dot - MK II / III / IV / VI /  werden mittlerweile alle auch neu bei Amazon angeboten, was zu meiner Zeit leider nicht der Fall war. Mein MK III liegt bei um die 300€ Neupreis zur Zeit und ist eine klare Kaufempfehlung von meiner Seite. Wer einfach mal vor seine Komponenten wie CD-Player oder was auch immer einen echten Röhren Buffer setzen will kann das mit diesem Modell nämlich auch, was mal wieder zeigt wie durchdacht der kleine Kerl eigentlich ist.

Ich habe meinem Modell dann später nochmal ein paar edle aus Aluminium gedrehte Gehäusefüße verpasst weil ich die originalen echt schlecht fand, dass war es dann aber auch und hergeben tue ich ihn bestimmt niemals ;-) 




Dynavox - VR20


Es ging nicht mehr ohne - es musste ein Röhrenverstärker her, ein richtiger Röhrenverstärker mit ganz viel Eisen. Ich warne an dieser Stelle noch einmal alle Leser - wenn einen der Röhren-Virus gepackt hat dann ist Schluss mit Transistor und IC Verstärkern. Aber welcher sollte es sein und was durfte dieser dann kosten? Die Röhrenendstufe Dynavox - VR20 ist der wohl günstigste Röhrenverstärker der Neu am deutschen Markt erhältlich ist. Nun wie schon so oft berichtet sind meine Geldmittel recht begrenzt und eigentlich wollte ich ja auch den großen Bruder von Dynavox haben den VR70E-2. Aber alle VR70E-2 gingen bei Ebay nie unter 400€ über den Tisch und ich rede hier von Gebrauchten. Dann aber kam mir dieser VR-20 bei Ebay in die Finger, mit einem Preis von 250€ natürlich ein echter Schnapp - natürlich ;-) 

 

Ganz ehrlich ich liebe diese Endstufe auch ganz ohne Tuning und Costumize. Sie spielt von Haus aus traumhaft los und hat trotz einer Leistungsangabe von nur 2 x 10 Watt RMS genug Druck um die Zimmerlautstärke auch locker zu übersteigen. Obwohl Dynavox auf seiner Seite keine Angaben zur Schaltung macht, sieht der Fachmann aber schon an den zwei Endröhren pro Kanal das es sich hierbei um eine Push-Pull (Gegentakt) Endstufe handelt. Ich habe eine lange Zeit mit der original Röhrenbestückung Musik gehört und war damit sehr zufrieden.

 

Als erstes habe ich mir einen vernünftigen wertigen Lautstärkeknopf bei Ebay besorgt aus Alu und aus dem vollen gedreht. Der Originalknopf sah billig aus und fühlte sich auch so an, irgendwo muss der Preis ja her kommen ;-) Dann muss bei all meinen Röhrenverstärkern natürlich der Röhrenschutzkäfig ab, schließlich will man(n) seine Röhren ja auch glühen sehen. 

 

Wie immer ist das Bessere der Feind des Guten und so musste es ja kommen das ich mir beim Tube Amp Doctor andere Röhren bestellt habe. Zwei gematchte Vorstufenröhren (ECF82 / 6U8A EI/Y) und vier gematchte Endstufenröhren (6V6GT-STR TAD PREMIUM). Nochmals ein großer Schritt nach vorne für diesen kleinen Low Cost Amp. Ich will mich hier nicht in Ergüssen auslassen was sich alles noch getan hat mit den neuen Röhren, machen wir es kurz und schmerzlos der Klang hat sich ganz klar verbessert. Eigentlich liebe ich meinen VR-20 und in der ganzen Zeit habe ich auch nie mehr an den großen Bruder mit den EL34  Röhren gedacht, aber wie immer geht nach oben ja immer was. Ich kann diesen Verstärker als Einstieg allen Interessierten nur wärmstens empfehlen. Leider geht die Preisentwicklung stetig nach oben, war er mal für knapp unter 300€ Neu zu bekommen steht der aktuelle Verkaufspreis schon bei 489,-€ auf Amazon.

 

Durch viel lesen bin ich natürlich auch über die Sagen umwobenen Trioden- Eintakter mit den 300b  oder 2A3  Röhren gestolpert aber die Anschaffung solcher Röhrenverstärker bedarf klar wieder mehr Geldmittel und das ist auch eine andere Story ;-) 

 




Dynavox - TPR-1


Wer A sagt - muss auch B sagen. Da ich mit meinen Pico Lino 2 Lautsprechern schnell am Ende mit Tiefbass war musste ein Subwoofer zur Unterstützung her, nur wie anschließen? Also musste ein Röhrenvorverstärker her und da Dynavox einen guten und auch günstigen im Programm hat - was soll ich sagen - auch diese gehen gebraucht bei Ebay.

 

Um ehrlich zu sein die gehen manchmal so billig das ich mittlerweile zwei davon habe. Es gibt ihn in einfach schwarzen Blechgehäuse und in Hochglanz poliertem Edelstahlgehäuse und ich habe beide. Der  TPR-1 bietet drei Eingänge an und hat zwei Ausgänge, also passend für meine Anwendung da ich den Subwoofer unbedingt über seinen RCA (Cinch) Eingang betreiben wollte. 

 

Aus der Zeitschrift Klang + Ton gab es einen tollen Umbau Bericht in dem auch der Schutzkäfig der Trafos weg konnte, in dem man die Trafos mit Trafohauben ausstattete. Das gibt dem Vorverstärker ein extrem wertiges aussehen. 

 

Natürlich geht auch hier das "Tube rolling" ganz ausgezeichnet :-)



Aiqin audio 300b


Ja irgendwann ist es bei jedem Röhren-Fan soweit und man(n) will wissen, was ist dran am heiligen Gral der 300b ? Kann eine einzelne dicke fette Röhre die nur maximal 7 Watt liefern kann und aussieht wie eine Cola-Flasche soviel besser spielen? Nun ja sie kann, wenn die Schaltung die richtige ist und die wenigen Komponenten alle ausnahmslos hochwertig sind. Doch wie sieht es da mit den vielen Verstärkern aus dem Reich der Mitte aus? Nun die Preise für wirklich gute bekannte gebrauchte  300b  Verstärker fangen erst bei 1500,-€ an in der Bucht und da ist die Verlockung sehr groß auf einen dieser Chinesen zu warten. Grundsätzlich ist der Aiqin audio 300b der ein Klon des Gemtune GP-01 ist, kein schlechter Verstärker - ABER - er hat da so seine kleinen Fehler. Der erste ist das der Ausgang der eine kleine Schieflage besitz, soll heißen das der linke und rechte Kanal nicht gleich laut sind. Das ganze ist auch im Netz zu google'n, bei YouTube gibt es ein gutes Video dazu vom User Stereopolice - Link. Ich werde dazu aber nicht so pragmatisch handeln wie Stereopolice, sondern dem Fehler auf den Grund gehen, später dazu mehr.

 

Mein Aiqin kommt aus Hamburg von einem sehr netten Hifi-Fan, den ich aus Sicherheitsgründen dann auch selbst per Auto abgeholt habe. Die Paketdienste können so einen 18 Kg schweren Verstärker ziemlich schnell den Tot bringen wenn die original Verpackung nicht mehr da ist. Leider wird der Aiqin ziemlich heiß und der Platz im Rack wo vorher der VR-20 stand war einfach zu knapp um die Wärme auch ausreichend abzuleiten. Also musste ich mein Rack gleich mal umbauen, die Fachleute unter Euch sehen natürlich sofort das die Abstände in meinem Rack durch geschweißte Rohre vorgegeben waren. Aber die Not macht ja bekanntlich erfinderisch und so habe ich mir 12mm Seilklemmen besorgt die nun die dicken Holzplatten tragen und womit die Abstände nun frei wählen konnte ;-) . Nun steht er mit genug Platz zum atmen nach oben auf der ersten Ebene unter dem Plattenspieler, siehe Foto.

 

Mit Röhren hören - schafft immer behagliche Wärme - nun mit diesem Amp brauche ich im Winter mein kleines Musikzimmer/Büro auf keinen Fall mehr zu heizen :-P